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Johann Wolfgang Goethe

Faust I (2019)

 

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Datum der
Aufführung

09. Mai 2019
10. Mai 2019
11 . Mai 2019

 

Ort

Salmen

Stufe

Theater-AG der Mittel- und Oberstufe

Mitwirkende

Noémie Bruhier, Marlene Decker, Ana Marija Dimoska, Céline Ens, Liah Greuter, Emilia Herzog, Selina Hug, Leonie Kimmig, Marlene Kreisz, Michelle Kreschek, Michelle Lienhard, Rebecca May, Lena Mollitor, Baptist Orb, Vanessa Popov, Nancy Rohrbach, Alexander Rummel, David Schiebel, Maxim-Alexander Thoma, Anna Vitiello, Olivia Viviani, Clemens Völker, Natalie Wendling, Rosa Zink

Regie

Hansjörg Haaser

Regieassistenz

Silke Herbert

Bilder

Hansjörg Haaser

Musik/Ton

Hansjörg Haaser

Choreographie

Julia Kircher, Ballettstudio Tanzschule Wegel Offenburg

Technik

Torben Ahrens (Kulturbüro), Linus Brüstle, Tom Burg, Marvin Obert

Maske

Silke Herbert

Kostüme

Silke Herbert

Requisiten

Silke Herbert

Text

Eigene Bearbeitung des Originaltextes (Hansjörg Haaser)

Zum Stück

Goethes »Faust« ist das klassische Drama der deutschen Literatur schlechthin und deshalb auch Pflichtlektüre in der Oberstufe des Gymnasiums. Das einleitende »Vorspiel auf dem Theater« thematisiert Wesen und Funktion der Dichtung. Im anschließenden »Prolog im Himmel« stehen sich der Herr als Schöpfer des Universums und der materialistisch-nihilistisch denkende Mephisto gegenüber. Ihre unterschiedliche Sicht des Menschen bestimmt den Gang der Handlung. Denn während Mephisto ein negatives Menschenbild hat und nur sieht, »wie sich die Menschen plagen«, glaubt der Herr an das Gute im Menschen. Seine Stimme ist es daher auch, die am Ende die Erlösung des Menschen (»Ist gerettet!«) verkündet. Dagegen verhöhnt Mephisto das ideale Streben des Wissenschaftlers Faust nach Wahrheit und Erkenntnis. Mephisto bietet dem Herrn eine Wette an und betont, es werde ihm gelingen, Faust von der Orientierung am Göttlichen abzubringen. Auf diese Wette geht der Herr zwar ein, aber er ist überzeugt: »Ein guter Mensch in seinem dunklen Drange ist sich des rechten Weges wohl bewusst.«
Und so verfolgt der Zuschauer Fausts Weg und Mephistos Versuch, die Wette für sich zu entscheiden. Der erste Teil des Dramas ist geprägt von der Gelehrtentragödie: Bei Fausts Sinnsuche bringen ihn weder die traditionelle Wissenschaft noch die geheimnisvolle Magie weiter. Auch der Erdgeist, Goethes Sinnbild der schaffenden Natur und des pulsierenden Lebens, weist ihn zurück, da Faust zu rational vorgeht und alles »begreifen« will. Zusehends leidet Faust an seiner inneren Zerrissenheit (»Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust.«), da er Sehnsucht nach dem Höheren, dem Geistig-Idealen, und nach dem wirklichen, realen Leben zugleich empfindet. In seiner Verzweiflung schließt er einen Pakt mit Mephisto, der ihm die Erfüllung all seiner Wünsche verspricht. Danach brechen Faust und Mephisto auf in die Welt. Faust beginnt ein neues Leben und durchläuft nun verschiedene Stationen und exemplarische Räume: Auerbachs Keller repräsentiert eine derbe, rein sinnliche Welt, der Besuch der Hexenküche führt ihn in den Bereich der Phantasie, des Dämonischen, auch der unterbewussten Vorahnung, denn hier sieht er die Imagination des weiblich Schönen als Vorverweis auf seine Zukunft. Nach seiner Verjüngung durch den Zaubertrank der Hexen folgt als nächster Raum die Straße, der Bereich der menschlichen Kommunikation. Dort findet die Begegnung mit dem Bürgermädchen Gretchen statt, die in ihrer schlichten, einfachen und zufriedenen Lebensart Fausts Vorstellungen entspricht. So schließt sich an die Gelehrtentragödie die Gretchentragödie an, denn die Beziehung der Liebenden führt beide in tragische Schuld. Die folgende Walpurgisnacht, die in vielfältigen bunten Bildern auch Fausts Schuld widerspiegelt, hat hauptsächlich die Funktion, Faust das Geschehene vergessen zu lassen. Gretchen aber kann nicht vergessen, sie leidet an ihrer Schuld, ist verwirrt, als Kindsmörderin verurteilt und erwartet im Kerker ihre als gerecht empfundene Strafe. Die Gelehrtentragödie beginnt in der Nacht, in der kerkergleichen Enge des Studierzimmers, die Gretchentragödie endet in der Nacht, im engen Kerker, aber »der Morgen dämmert« und verweist bereits auf das Ende von »Faust II«, wo es dann heißt: »Überall Tag!«.
Parallel zu den Räumen und der Zeit stehen sich die Personen antithetisch gegenüber. Neben den beiden Gegenpolen Herr und Mephisto verkörpert Fausts Diener Wagner die trockene Gelehrsamkeit gegenüber dem stets nach Neuem drängenden faustischen Wesen, die Nachbarin Marthe steht für die vordergründige Liebelei und damit im Gegensatz zur tiefen, sich verschenkenden Liebe Gretchens, die am Ende von »Faust II« als einzig erlösende Macht erscheint.

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